Leistungsspektrum

Arbeitsmedizinische Vorsorge

Entsprechend dem Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG), dem Arbeitssicherheitsgesetz (ASiG) und der Arbeitsmedizinischen Vorsorgeverordnung (ArbMedVV) erfolgt bei Mitarbeitern die Arbeitsmedizinische Vorsorge.

Abhängig von der Gefährdung sind spätere Nachuntersuchungen durchzuführen, um eine Beeinträchtigung des Gesundheitszustandes durch die berufliche Tätigkeit zu verhindern. Arbeitsmedizinische Vorsorgen sind somit ein Beitrag zur allgemeinen Gesundheitsvorsorge.

Arbeitsmedizinische Eignungsuntersuchungen

Entsprechend dem Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG), dem Arbeitssicherheitsgesetz (ASiG) und der Arbeitsmedizinischen Vorsorgeverordnung (ArbMedVV) erfolgt bei Mitarbeitern die Arbeitsmedizinische Eignungsuntersuchung. Eignungsuntersuchungen bedürfen einer Rechtsgrundlage. Die Eignungsuntersuchung ist dann zulässig, wenn bestimmte Personengruppen oder Arbeitsbereiche, besondere Verantwortung für Dritte zu tragen haben, z.B. Piloten, Busfahrer oder Triebfahrzeuge. Eine Eignungsuntersuchung ist vor der Beschäftigung zu veranlassen. 

Funktionsdiagnostik:

Blutdruckmessungen
Blutzuckermessungen
Sehteste:  Sehschärfe Ferne, Nähe, Bildschirmarbeit, Räumliches Sehen, Farbsinn, Phorie, Gesichtsfeld, Dämmerungssehen/ Blendungsempfindlichkeit/Kontrastsehen
Hörteste
Lungenfunktionen
Elektrokardiogramm (EKG)
Ergo (Belastungs-EKG)
Labordiagnostik
Gutachten
Gesundheitschecks

Befundmitteilungen und Atteste:

Erhobene Befunde werden dem Mitarbeiter zur Verfügung gestellt.

FeV-Gutachten (Fahrerlaubnisbeförderung)

Augenärztliches Gutachten für alle Führerscheinklassen

Ärztliches Gutachten für alle Führerscheinklassen

Reaktionstest im Rahmen des FeV-Gutachten (Fahrgastbeförderung)

Belehrung gemäß § 43 ABS.1 Infektionsschutzgesetzt (IfSG)

Gesundheitsinformation für den Umgang mit Lebensmitteln

Personen, die gewerbsmäßig folgende Lebensmittel (in denen sich bestimmte Krankheitserreger besonders leicht vermehren können)
herstellen, behandeln oder in Verkehr bringen:

Fleisch, Geflügelfleisch und Erzeugnisse daraus, Milch und Erzeugnisse auf Milchbasis , Fische, Krebse oder Weichtiere und Erzeugnisse daraus , Eiprodukte, Säuglings- oder Kleinkindernahrung , Speiseeis und Speiseeishalberzeugnisse, Backwaren mit nicht durchgebackener oder durcherhitzter Füllung oder Auflage , Feinkost-, Rohkost- und Kartoffelsalate, Marinaden, Mayonnaisen, andere emulgierte Soßen, Nahrungshefen, Sprossen und Keimlinge zum Rohverzehr sowie Samen zur Herstellung von Sprossen und Keimlingen zum Rohverzehr und dabei mit ihnen direkt (mit der Hand) oder indirekt über Bedarfsgegenstände (z.B. Geschirr, Besteck und andere Arbeitsmaterialien) in Berührung kommen

oder

in Küchen von Gaststätten, Restaurants, Kantinen, Cafés oder sonstigen Einrichtungen mit
oder zur Gemeinschaftsverpflegung tätig sind,
benötigen vor erstmaliger Ausübung dieser Tätigkeiten eine Bescheinigung gemäß § 43 Abs.1 Infektionsschutzgesetz durch ihr Gesundheitsamt (nicht älter als 3 Monate).

Nach § 43 Abs. 4 muss der Arbeitgeber seine Mitarbeiter, die mit den oben genannten Lebensmitteln in Kontakt kommen, alle 2 Jahre über die im Folgenden genannten Tätigkeitsverbote erneut belehren. Dies ist schriftlich festzuhalten.

Impfungen

Impfungen gehören zu den wichtigsten und wirksamsten präventiven Maßnahmen, die in der Medizin zur Verfügung stehen. Moderne Impfstoffe sind gut verträglich, unerwünschte Arzneimittelnebenwirkungen werden nur in seltenen Fällen beobachtet. Unmittelbares Ziel der Impfung ist es, den Geimpften vor einer ansteckenden Krankheit zu schützen. Bei Erreichen hoher Durchimpfungsraten ist es möglich, einzelne Krankheitserreger regional zu eliminieren und schließlich weltweit auszurotten. Der Betriebsärztliche Dienst führt arbeitsmedizinisch erforderliche Impfungen durch.

Für einen ausreichenden Impfschutz der von ihm betreuten Personen zu sorgen, ist eine wichtige Aufgabe des Arztes. 

Aufklärungspflicht vor Schutzimpfungen

Vor Durchführung einer Schutzimpfung hat der Arzt die Pflicht, den Impfling über die zu verhütende Krankheit und die Impfung aufzuklären. Die Mitarbeiter werden gebeten zu den Impfungen ihren Impfpass mitzubringen.

Für weitergehende Informationen stehen Ihnen die Betriebsärztinnen/Betriebsärzte in einem persönlichen Gespräch gern zur Verfügung. 

Mutterschutz

Für alle arbeitsplatzbezogenen Fragen zum Mutterschutz stehen wir zur Verfügung.

Wir erstellen für unsere Kunden die Meldung an das dafür zuständige Regierungspräsidium und führen hierfür eine spezifische Gefährdungsbeurteilung durch.

Suchtprophylaxe

Sucht ist eine Krankheit, die in allen Gesellschaftsschichten, Beschäftigungsbereichen und -ebenen vorkommen kann. Alkohol- und Suchtmittelmissbrauch begegnen uns im Berufsleben und am Arbeitsplatz genauso wie in der Freizeit.
Was vielen nicht bewusst ist: Suchterkrankungen, auch Alkoholismus, enden ohne rechtzeitige und adäquate Behandlung meist tödlich. Suchtkranke Menschen brauchen deshalb Hilfe. Der Vorgesetzte hat aufgrund seiner Fürsorgepflicht und der Arbeitssicherheit eine besondere Verantwortung für den suchtkranken Beschäftigten. Im Bereich der vorbeugenden Maßnahmen und bei der Einleitung von Hilfsmaßnahmen nimmt er eine Schlüsselrolle ein, insbesondere bei Gesprächen, die mit den betroffenen Mitarbeitern geführt werden müssen.

Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM)

Betriebliches Eingliederungsmanagement ist ein Instrument zur Wiedereingliederung langfristig erkrankter Beschäftigter. Ziel des Eingliederungsmanagements ist es, die Beschäftigten mit geeigneter Unterstützung im Betrieb zu halten und Entlassungen wegen Erkrankung oder Behinderung zu vermeiden.

Psychologische Beratung für Beschäftigte in folgenden Situationen:

Psychische Belastung am Arbeitsplatz (Prävention)
Individuelle Krise in Teamsituationen
Konflikte unter Kollegen und -innen und Vorgesetzten
Suchtprobleme
Akute Krisenintervention vor Ort
Reflexion Ihrer beruflichen Herausforderungen
weitere - für Sie wichtige Gründe eines gemeinsamen Gespräches

Psychosoziale Beratung bietet an …

Stress- und Krisenmanagement
Analyse der individuellen Bewältigungsmöglichkeiten bei Burnout, Mobbing u.a.
Früherkennung und Bilanzierung bei „innerer Kündigung“
Deeskalation von Konflikten am Arbeitsplatz
Hilfestellung beim Auffinden von Entscheidungs- bzw. Lösungsmöglichkeiten  „Hilfe zur Selbsthilfe“
Entwicklung neuer Handlungsalternativen
Gemeinsames Aufsuchen weiterer Beratungsalternativen
Gestaltung ihrer Teamwirklichkeit

Beratungskonzept

Die individuelle Beratung versteht sich als Interaktion zwischen Experten. Dabei sind Sie als betroffene Person der Experte für ihr (berufs-)spezifisches Umfeld: hinsichtlich Ihrer fachlichen und sozialen Kompetenz und für die Wahrnehmung sozialer Dynamiken. Durch die gemeinsame Arbeit mit Ihren individuellen Fähigkeiten (Kompetenzen und Wissen) entstehen für Sie neue Perspektiven, Ziele und Lösungsalternativen. In der psychosozialen Beratung können wir Ihr Anliegen konstruktiv besprechen und gemeinsam eine Lösung suchen.