Informationen

Covid-19

07.04.2020

Immer noch müssen wir der Corona Infektion alles unterordnen und es wird m.E. auch weiterhin so bleiben, obwohl es scheint, dass ein kleines Licht am Ende des Tunnels erkennbar ist!

Folgenden Artikel aus dem Focus möchte ich Ihnen zur Kenntnis bringen, der die Frage beantwortet, warum wir in Deutschland, im Vergleich zu andern Ländern, so gut mit der Erkrankung zu Recht kommen:

 

https://www.focus.de/gesundheit/news/die-welt-blickt-auf-uns-coronavirus-totenzahl-aus-3-gruenden-ist-die-sterberate-in-deutschland-so-niedrig_id_11856783.html

03.04.2020

Antikörpertests als Hilfsmittel gegen Corona

Im Kampf gegen Corona setzt der Bund seine Hoffnung auf Antikörpertests. Sobald wie möglich soll es eine "repräsentative Stichprobe" geben, so Kanzleramtsminister Braun im ZDF.

Kanzleramtsminister Helge Braun fordert bei "maybrit illner" Antikörpertests in Deutschland.

Die Bundesregierung will im Kampf gegen Corona sofort nach Vorliegen eines zuverlässigen Antikörpertests Screenings in der Bevölkerung durchführen lassen. Wenn der Test valide sei, strebe man an, "sehr schnell, unmittelbar eine repräsentative Stichprobe zu machen", sagte Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) in der ZDF-Sendung "maybrit illner". Ziel sei ein Überblick, wie groß der Anteil der Menschen in der Bevölkerung ist, die Antikörper gegen das Virus haben.

 

Antikörpertests: Genauigkeit bisher nicht wirklich ausreichend

Einen Test auf Antikörper im Blut gebe es schon (jobmed, Anmerkung: wir probieren diese Tests momentan in verschiedenen Firmen schon aus. Die Test-Kits sind aber nur sehr schwer zu bekommen! ) er sei "aber noch nicht so genau, wie wir ihn brauchen". Der derzeit vorliegende Test könne "den fatalen Fehler machen, dass er einem suggeriert, man sei schon immun und es stimmt am Ende gar nicht".

Sobald dies behoben ist, solle "eine große Serie von Menschen, die glauben, sie hätten nie etwas mit Corona zu tun gehabt", freiwillig getestet werden, sagte Braun. Dies würde unter anderem Aufschluss darüber geben, wie viele Menschen die Erkrankung "still" durchmachten und wie groß die Infizierten-Dunkelziffer sei.

 

Schutzmasken nähen ist gut, aber sie geben keinen hundertprozentigen Schutz.

Zudem müsse man Schutzmasken auch richtig tragen, so Dr. Brinkmann. Das Fatale dabei ist, dass man befürchtet, dass viele die bisherigen sinnvollen Schutzmaßnahmen weniger strikt befolgen werden, sobald sie eine Schutzmaske tragen. Da der Virus sehr thermolabil ist, reicht es aus, wenn die Schutzmasken aus Stoff regelmäßig gebügelt werden, um wieder keimfreil zu sein.

 

Corona-App sinnvoll

Die Virologin Melanie Brinkmann geht davon aus, dass ein zuverlässiger Antikörpertest schon in etwa einem Monat verfügbar sein könnte. Die Diagnostiklabore arbeiteten derzeit an der Validierung, sagte die Leiterin der Forschungsgruppe Virale Immunmodulation am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung.

02.04.2020

Schutzmasken richtig verwenden

Beschäftigte, die bei der Arbeit ein besonders hohes Risiko haben, sich mit dem Corona-Virus zu infizieren, müssen filtrierende Atemschutzmasken tragen. Medizinische Gesichtsmasken, auch Mund-Nasen-Schutzmasken genannt, reichen für Arbeitsbereiche mit hohem Risiko nicht aus, um sich vor einer Ansteckung zu schützen. Das stellt die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) mit Blick auf aktuelle Diskussionen um das Tragen von verschiedenen Schutzmasken klar.

 

Ob Beschäftigte zu jenen Berufsgruppen gehören, die für eine Ansteckung durch das Corona-Virus (SARS-CoV‑2) besonders gefährdet sind, ergibt sich aus der Gefährdungsbeurteilung nach Arbeitsschutzgesetz. Liegt ein erhöhtes Risiko vor, muss der Arbeitgeber für entsprechenden Schutz sorgen, in Form von geeigneten Atemschutzmasken sowie technischen und organisatorischen Maßnahmen.

 

Atemschutzmasken vor allem für Personal im Gesundheitswesen

Atemschutzmasken filtern Partikel und Aerosole aus der Luft. Beschäftigte, die eine solche Atemschutzmaske tragen, sind so vor dem Einatmen kleinster luftgetragener Partikel weitgehend geschützt. Das Tragen von Atemschutzmasken (FFP2, FFP3)  ist in der Regel nur dann erforderlich, wenn Beschäftigte direkten Kontakt zu infizierten Personen oder infektiösem Material haben, beispielsweise im Gesundheitswesen oder bei der Labordiagnostik. Diese Personengruppen sind im Tragen der Atemschutzmasken geschult. Eine entsprechende arbeitsmedizinische Vorsorge muss sichergestellt sein.

 

Für die Beschäftigten werden allgemein FFP2-Masken, in Fällen mit erhöhtem Risiko wie zum Beispiel für die Bronchoskopie, FFP3-Masken empfohlen. Das Kürzel FFP steht für „filtering face piece“. Die Nummerierung zeigt die unterschiedlichen Schutzklassen an.

Sofern FFP2-Masken derzeit nicht zur Verfügung stehen, empfiehlt die DGUV in Anlehnung an die Empfehlung der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) für Beschäftigte im medizinischen und pflegerischen Bereich für die Dauer der derzeitigen Gesundheitsbedrohung den Einsatz von Masken, die mindestens dem NIOSH-Standard N95 entsprechen: https://www.baua.de/DE/Themen/Arbeitsgestaltung-im-Betrieb/Biostoffe/FAQ-PSA/FAQ_node.html

 

Medizinische Gesichtsmasken: kein Ersatz für Atemschutzmasken

Sogenannte medizinische Gesichtsmasken bedecken Mund und Nase, dichten am Gesicht aber nicht ab. Sie schützen die sie tragende Person vor Flüssigkeiten wie Spritzern und großen Tröpfchen, ersetzen aber nicht den Atemschutz. Im medizinischen Bereich werden medizinische Gesichtsmasken daher in erster Linie von Personal verwendet, das Patientinnen und Patienten vor den eigenen Atememissionen schützen möchte. Infizierte Personen sollten den Schutz tragen, um das Risiko einer Ansteckung anderer Personen durch Tröpfchen, die beim Sprechen, Husten oder Niesen entstehen, zu verringern. Wichtig ist, dass der Schutz durch den Hersteller nach der Norm für „medizinische Gesichtsmasken“ geprüft und zertifiziert ist. Nicht zertifizierte medizinische Gesichtsmasken sollten im beruflichen Bereich nicht verwendet werden.

Außerhalb des medizinischen Bereichs ist das Tragen von medizinischen Gesichtsmasken am Arbeitsplatz nur dann sinnvoll, wenn die tragende Person andere Menschen schützen will. Allerdings empfiehlt die DGUV gerade in der jetzigen Lage, dass nur solche Beschäftigte zur Arbeit gehen, die keine respiratorischen Symptome zeigen.

Um den Unterschied zwischen medizinischer Gesichtsmaske und Atemschutzmaske auf einen Blick deutlich zu machen, hat das Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IFA) eine Übersichtsgrafik erstellt. Sie kann hier heruntergeladen werden (https://publikationen.dguv.de/forschung/ifa/allgemeine-informationen/3788/plakat-schutzmasken-wo-liegt-der-unterschied)

 

Was momentan von vielen fleißigen Mitbürgern hergestellt wird, sind lediglich Gesichtsmasken!

 

Ärztliche Schweigepflicht

Nach § 203 Abs. l des Strafgesetzbuches (StGB) wird bestraft, wer unbefugt ein fremdes Geheimnis offenbart, das ihm als Arzt anvertraut worden ist. Um die bei den Vorsorgeuntersuchungen gewonnenen Erkenntnisse wirksam nutzen zu können, müs­sen diese in die Praxis umgesetzt und ausgewertet werden. Hierbei können sich Kon­flikte mit dem Berufsgeheimnis ergeben. Die ärztliche Schweigepflicht gilt wie für je­den anderen Arzt auch für den Betriebsarzt (§ 8 Abs.l ASiG) und für den ermächtigten Arzt, der nicht zugleich Betriebsarzt ist. Eine Offenbarungsbefugnis kann im Rahmen des § 203 StGB u. a. auf gesetzlicher Anzeigepflicht oder auf Einwilligung des Betroffenen beruhen.

Weitergabe des Untersuchungsergebnisses (Ärztliche Bescheinigung)

Die Untersuchungsergebnisse beschränken sich auf die bloße Feststellung, ob ge­sundheitliche Bedenken gegen eine Beschäftigung an einem bestimmten Arbeitsplatz bestehen oder nicht sowie auf ergänzend hierzu ausgesprochene Bedingungen, Auflagen oder Empfehlungen. Die Schweigepflicht ist nicht verletzt, wenn dem Arbeitgeber lediglich diese für die Personalentscheidung wesentlichen Fakten mitgeteilt werden. Die Weitergabe ist bei der sog. speziellen arbeitsmedizinischen Vorsorge in Rechtsvorschriften vorgeschrieben (§ 9; § 31 GefStoffV). Untersagt der Mitarbeiter ausdrücklich die Weitergabe der ärztlichen Bescheinigung, so muss sich der unter­suchende Arzt auf die Mitteilung an den Arbeitgeber beschränken, dass die Unter­suchung stattgefunden hat. Sind Aspekte des Schutzes von Arbeitskollegen oder Drit­ten bzw. von wesentlichen Sachgütern zu berücksichtigen, geht es also zugleich um die Eignung des Versicherten für eine bestimmte Tätigkeit, so hat der Arzt bei seiner Entscheidung über die Weitergabe der Untersuchungsergebnisse eine Rechtsgüterabwägung vorzunehmen. Er ist offenbarungsbefugt, wenn dem zu schützenden Rechtsgut der höhere Rang einzuräumen ist. Geht es um Gesundheitsaspekte des Mitarbeiters selbst, so geht das Selbstbestimmungsrecht bei noch vertretbarem Gesundheitsrisiko des Versicherten so weit, dass er sich nicht gegen seinen Willen vor Schaden zu bewahren lassen braucht, vorausgesetzt, er ist zuvor hinreichend über die möglichen Folgen einer Fortsetzung der Tätigkeit aufgeklärt worden. Im Fall von Angebotsuntersuchungen oder bei der allgemeinen arbeitsmedizinischen Vorsorge kann nicht zuletzt wegen der besonderen Bedeutung des Selbstbestimmungsrechts des Mitarbeiters in diesem sensiblen Bereich von einer stillschweigenden (konkludenten) Einwilligung des Mitarbeiters in die Weitergabe des Untersuchungsergebnisses an den Arbeitgeber auch wegen der möglichen Rechtsfolgen einer negativen Bescheinigung nicht ausgegangen werden. Um sicherzugehen, sollte der Mitarbeiter nach der Untersuchung über das Ergebnis aufgeklärt und gefragt werden. Sein Einverständnis ist in den Arztunterlagen zu dokumentieren.